Mittwoch, 29. Oktober 2008

Die Welt ist eine Kugel

Gestern fuhr ich mit dem Boda von Kampala City Richtung Owino Market in der Old Town und auf einmal... Sehr zur Irritation meines Fahrers, noetigte ich ihn zu stoppen und knipste folgendes Bild. Die spinnen die Touristen. Also hier fuer alle die es interessiert:

Montag, 27. Oktober 2008

Ein fauler Tag in Nachbars Garten


Am Wochenende habe ich mal ausgespannt. Nachdem ich zwei Tage unfreiwillig im Bett verbracht habe, kam zur richtigen Zeit die Sonne endlich mal wieder raus und der Tag wurde genutzt, um faul auf der Veranda zu sitzen, Tee zu trinken und Schonkost zu essen.
Herrlich.
Zu sehen ist der Garten einer Bekannten, inklusive deren kleinen Hund Kaya, die jede Woche ihre Größe verdoppelt und schon fast genauso unerzogen ist wie Pasha.


Von der Veranda aus hat man Blick auf die Hügel Richtung Victoria See. Stellt man sich ganz links auf die Mauer, kann man sogar ein Stück Wasser sehen.


So kann man einen Tag gut rumkriegen, abends sind wir dann noch auf das „Gulu Walk Luo Festival“ gefahren, ein Konzert in der Stadt. Allerdings fühlte ich mich noch nicht wieder ganz feierfähig, so dass es ein eher kurzer Saturday Night Ausflug wurde.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Photoupdate

Ich habe inzwischen ein Photo von Murchinson Falls, welches beweißt: ich war da. Tata! Das vorige war aus dem Internet geklaut, auch wenn ich die süßen kleinen Echsen tatsächlich so nah gesehen hab. Jetzt gibt es also ein Original, einfach mal zurück blättern!

Ansonsten gibt’s nicht viel Neues, keine weiteren Reisen bisher, außer einem kleinen Wochenendausflug am letzten Sonntag nach Entebbe. Außer dem internationalen Flughafen, gibt es dort Strände, einen botanischen Garten und einen Zoo. Letztere habe ich allerdings nicht besucht.

Weil das Wetter begrenzte Qualität hatte sind wir dann zu einer anderen Stelle am Seeufer gefahren, nach Munyonyo, und haben uns da in eine kleine Bar am Seeufer gesetzt und den Tag ausklingen lassen.


Kleine Irritation am Rande, waren die Minister-eskorten auf der Strasse von Entebbe Richtung Kampala. Wildes Blaulicht im Rückspiegel und aggressives Hupen kündigte drei mal das Vorbeirauschen einer 6er Kolonne von Landcruisern und zwei Streifenwagen an, die in einem Affenzahn über die Mitte der Strasse rasten. Aller Verkehr, in beide Richtungen, musste kurzfristig an den Rand fahren und still stehen. Von so was können deutsche Politiker nur träumen, für Autofahrer ist es eher ein Albtraum!

An alle treulosen Tomaten da draußen! Schreibt mal wieder…

Montag, 13. Oktober 2008

Sipi Falls

Auf der Landkarte findet man Sipi Falls im Distrikt Kapchorwa im Osten Ugandas an der Grenze zu Kenia, nahe am mächtigen Mount Elgon, der vor etwa 20 Millionen Jahren vulkanisch aktiv war. Namensgebend sind drei Wasserfälle, die wir in einer Tagestour bewandert haben. Auf schmalen Ziegenfaden mit matschig, rutschigem Untergrund windet sich der Weg bergauf bergab. Belohnt wird man mit atemberaubenden Aussichten, dichter Vegetation, Bananenwald, Kaffeeplantagen oder auch mal Kohlfeldern. Obwohl in der Regenzeit unterwegs, hatten wir unglaubliches Glück mit dem Wetter. Der Regen kam dann abends, mit schweren Stürmen in der Nacht, die wir aber einigermaßen warm und trocken in der Hütte verbrachten. „Nur“ ein Wochenendausflug, aber wieder ein tiefer Einblick in die Schönheit Ugandas.
Genug der leeren Worte, hier endlich mal wieder ein paar frische Bilder in chronologischer Reihenfolge der Ereignisse.

Freitagmorgenfrüh, auf dem Hinweg im Postbus, die eigentlich 4 stündige Fahrt dauerte wegen der vielen Stopps an jedem Postamt leider 7 Stunden.
Der Blick von unserer Cabin, Freitagabend hieß es hier ganz klar, Füße hoch und Bier her…

Früh am nächsten Morgen, schon auf dem Weg. Von links nach rechts: Sabine (Mitbewohnerin), meine Wenigkeit, Thomas, Christina und Flavie (n Haufen Franzosen).

In der Gegend wird Arabica Kaffee angebaut, hier zu sehen: der Trocknungsprozess der Bohnen, die sich immer zu zweit in einer Kirsche befinden (das Weisse vorm Haus sind sie!)


Der erste der Sipi Wasserfaelle:


Mama Gans mit Gefolge:


Blick ins Tal am zweiten Fall (beim Blick von der Hütte nicht zu sehen)

Höhlenforschung. Hier eine Wohnhöhle der ersten Siedler, aus Ethiopien kommend, vom Tribe der Sabiny, deren Nachfahren heute noch diese Gegend bewohnen.

Der dritte Wasserfall ergießt sich schliesslich aus 120 Metern Höhe ins Tal (beim Blick von der Hütte mittig im Bild). Wir waren zu faul da runter zu laufen.

von unten gesehen:
Die ganze Strecke:

Später am Tag haben wir vor einem sintflutartigen Regenguss Zuflucht in einer Local Bar gesucht und gefunden und das einheimische "Bier" probiert (Erinnert ihr euch, Simon und Miri?)

Sonnenuntergang auf dem Hochplateau (ja, wir haben uns noch mal aufgerafft und sind noch mal, diesmal mit Kaffeetasse in der Hand, auf den Berg hoch):

Den Regen konnte man nun schon vorher kommen sehen:


also ab zum Dinner auf die Huette :

Dienstag, 7. Oktober 2008

Das Wahre


Nach mehr als 2 Monaten in der Stadt, habe ich es jetzt endlich geschafft mal aus Kampala raus zu kommen. Nicht nur dass Kampala politisches und demographisches Zentrum des Landes ist, es ist vor allem eine aus allen Nähten platzende, laute und versmogte Großstadt, die irgendwann an Lunge und Nerven zerrt. Fährt man aus Kampala Richtung Nordosten, dauert es nicht lange und der Blick streift grüne Hügel, rote Straßen und kleine Villages die am Straßenrand liegen. Alles ist ruhiger, die Menschen sind offener und noch ruhiger und das Licht unglaublich.
Uganda ist übrigens das Königreich der Verkehrsberuhigung. In regelmäßigen Abständen finden sich am Eingang in der Mitte und am Ende eines jeden Dorfes so genannte Speed Bumps, die wie eine dicke Schlange von einer Seite der Straße zur anderen reichen und teilweise Höhen erreichen, die jedes normal gefederte Auto leicht an seine Grenzen bringen. In einem Dorf, das sich ungefähr 1 km entlang der Straße erstreckt gibt es locker mal 50 dieser stoßdämpferbrecherischen Betonwülste.
Meine erste „Reise“ führte mich in den Nationalpark Murchinson Falls, benannt nach den gleichnamigen Wasserfällen, die ihrerseits nach einem Gründungsmitglied der National Geographic Society benannt wurden. Dieser Park erstreckt sich auf einer Fläche von fast 4000 Quadratkilometern, durchflossen vom Victoria Nile, am riesigen Lake Albert gelegen und durchschnitten vom Great Rift Valley, im Osten angelehnt an die westliche Grenze der Demokratischen Republik Kongo. Murchinson Falls unterscheidet sich fast in allem von den bequem erschlossenen Nationalparks und Gamereserves des südlichen Afrikas. Noch vor knapp 10 Jahren, wurde das Gebiet von Rebellen der LRA (Lord Resistance Army) heimgesucht, die Infrastruktur des Parks ist mit nur drei Unterkunftsmöglichkeiten noch schwach, keine einzige Straße asphaltiert. Die Tiere im Schutzgebiet sind so gut wie gar nicht an Menschen gewöhnt, ohne bewaffneten Ranger, darf man auch mit eigenem Auto nicht auf Safari gehen. Es ist die pure Wildnis und man kann den ganzen Tag fahren, ohne einen Menschen zu treffen. Viel häufiger sind Insekten, Fledermäuse, Schlangen und Affen. Wer wusste übrigens, dass die (im wahrsten Sinne des Wortes) gemeine Tsetsefliege, locker neben einem fast 50 km/h schnellen Auto herfliegen kann?
Nachmittags ging’s dann auf Bootstour auf dem wohl mächtigsten und bedeutungsvollsten Fluss weit und breit, dem Nil. Flussaufwärts erreicht man in etwas 3 Stunden die Murchinson Falls, vorbei an zahlreichen Fluss – nein, hier muss man tatsächlich von NILpferden sprechen – Krokodilen, Büffeln und Elefanten. Die Spitze der Fälle kann man erwandern, wenn man das Glück hat sich von dort abholen zu lassen zu können, denn das Boot dreht fast sofort wieder um und fährt die gleiche Strecke zurück. Was soll ich viel schreiben, Bilder sagen mehr als tausend Worte. Da ich selber meine Kamera aber erst Sonntag erhalten hab und von Samstag bis Montag unterwegs war, erfordert es noch ein bisschen Organisation, bis ich sie an dieser Stelle präsentieren kann.
Zunächst nur ein verbaler, zusammenfassender Kommentar: Eines der allergroßartigsten und beeindruckendsten Wochenenden meines Lebens!

Aktuell steht der National Independance Day vor der Tür, Einzelheiten bitte ich im Geschichtsbuch nachzulesen, grob zusammengefasst, handelt es sich um den Tag als der zweite mehr oder minder frei gewählte Premierminister Ugandas, Milton Obote Uganda am 09. Oktober 1962 für unabhängig erklärte. Auf meiner heutigen Tour zur Botschaft fanden auf dem Kololo Airstrip die erste Proben der Militärparade statt, WG intern herrschen unterschiedliche Meinungen ob es angesichts der aktuellen politischen Lage sinnvoll ist, am großen Tag und zur Rede des Präsidenten vor Ort zu sein.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Es geht mir gut, es geht mir sehr sehr gut...

Ich sag nur soviel. HEUTE habe ich Internet, sogar in einem einigermassen guten Tempo. Das Netz an der Uni wurde diesen Monat nicht bezahlt, ich habe keinen PC zu Hause und von meinem Wochenendausflug muss ich auf Bilder warten, die andere gemacht haben, da ich meine neue
Kamera erst nach meiner Rueckkehr erhalten habe. Einen ausfuehrlichen Bericht ueber meine Wochenendreise nach Murchinson Falls habe ich auf meinem Memorystick, der wiederum ist zu Hause geblieben. Auf diesem Wege viele Gruesse an alle, die weder mail noch Postkarte bekommen haben und die Bitte um Geduld, was den naechsten lesenswerteren Blog Beitrag angeht. Weebale nyo!